Mittwoch, 31. Oktober 2012

#9- Tired, Scared, Underprepared

Auf einmal ist alles gar nicht mehr so sicher wie ich mir das anfangs vorgestellt hab.
Die Ferien gehen langsam aber sicher zu Ende und Ich.. Naja. Ich verfalle in alte Muster. In alte Ängste, in die selben Ängste wie seit Jahren.
Mittlerweile wird mir immer klarer, in was für einer Gesellschaft wir leben. Immer muss alles besser sein. Man ist nie zufrieden- Weder mit sich, noch mit anderen.
Es wir ständig kritisiert und geurteilt, egal, ob man die Menschen kennt. Es interessiert nicht mehr, warum Menschen so geworden sind, oder warum sie sich verändert haben. Es wird einzig und allein oberflächlich betrachtet.Danach beschließt man, ob man die Veränderung des Menschen oder den Menschen allgemein für gut oder schlecht befindet und zu guter Letzt legt man den Fall ad acta und verliert möglicherweise Menschen, mit denen man Jahre lang befreundet war. Das schlimmste daran ist, dass es die meisten nicht einmal interessiert. Es wird einfach nur hingenommen.
Es ist traurig, dass Menschen so geworden sind. Es ist traurig, dass Menschen sich gegenseitig kaputt machen, dass sie sich beleidigen und schlecht machen, dass sie Lügen erzählen und dass sie sich alles in allem systematisch gegenseitig zerstören.

Sonntag, 28. Oktober 2012

#8 - „Ohne Mut und Entschlossenheit kann man in großen Dingen nie etwas tun, denn Gefahren gibt es überall.“

Kennt ihr das? Wahrscheinlich liest den Scheiß, den ich Poste eh keiner, aber.. Kennt ihr das, wenn ihr euch ueber eure Zukunft nie wirklich sicher wart, wenn ihr nie wirklich wusstet, was ihr mit eurer Zukunft anstellen sollt? Wenn ihr Angst habt, vor eurer Zukunft, vor dem Morgen, daraus, dass nie was aus euch wird? Wenn ihr nicht wisst, ob ihr später was erreichen werden?
Dann gehts euch wie mir.
Aber jetzt, jetzt seh ich alles vor mir. Ich sehe, was ich werden will & ich weiß, dass das ein Harter Weg wird, grade für mich, die in der Schule nun wirklich durchwachsene Leistungen bringt. Aber mir ist es wert zu kämpfen. Ich werde Kämpfen.

Oh mein Gott, Grey's Anatomy hilft mir mein Leben zu ordnen :D

Freitag, 26. Oktober 2012

#7

" Im Wörterbuch wird Trauer als starkes seelisches Leiden oder Verzweiflung in einer Notlage oder nach einem Verlust definiert. Tiefer Kummer, schmerzvolles Bedauern. Im Alltag drückt sich Trauer oft unterschiedlich aus und manchmal kann man tiefen Kummer gar nicht erkennen. Aber Trauer gehört nun mal zum Leben, aber jeder drückt seine Trauer anders aus. Manchmal müssen wir nicht nur den Tod betrauern, sondern auch das Leben, die Verluste. Und wenn wir uns Fragen: Warum es manchmal so derartig beschissen ist und so höllisch wehtun muss, müssen wir versuchen uns daran zu erinnern, dass sich das auch blitzschnell wieder ändern kann. So bleibt man am Leben. Wenn es so wehtut das man keine Luft mehr bekommt, lernt man zu überleben. Man überlebt indem man sich daran erinnert, dass es eines Tages auch wenn es unvorstellbar ist, nicht mehr so ein Gefühl sein wird, das es nicht mehr so wehtun wird. "
- Grey's Anatomy


Donnerstag, 18. Oktober 2012

#6- And I'm so sick of lovesongs,so tired of tears. So done with wishing you were still here.

Immer wieder diese Bilder, Immer wieder diese Worte, diese wunderschönen Lügen, die ich dir alle immer und immer wieder geglaubt habe. All das hat mich fertig gemacht. All das hat mich so unglaublich müde gemacht. Du hast mich unglaublich müde gemacht.
Und auch wenn ich weiß, dass alles kaputt ist, dass nichts mehr so sein wird wie früher, Nichts,Absolut nichts, komm ich einfach nicht von dir Los.
Ich denke und zermürbe mir den Kopf, für nichts und wieder nichts.
Ich kann mich an jede einzelne Situation erinnern, an jeden Kuss, an jede Umarmung. An den Morgen, an dem ich neben dir aufwachen durfte, an die Worte die du gesagt hast. An den Tag, an dem du mit einem Satz mein Herz in tausend Teile zerspringen ließt. Ich weiß einfach noch alles.  Es ist, als ob es gestern erst passiert Wäre. Es ist, als ob du Schluss gemacht hättest, obwohl wir nie zusammenwaren.

Ich hoffe, du hast in ihr gefunden, was ich dir nie geben konnte.

Sonntag, 14. Oktober 2012

#5- Mach die Augen zu, die Welt kann grausam sein.

" Auf YouTube erzählte sie ihre herzzerreißende und letzte Geschichte. Amanda Todd lebte in der Gegend um Vancouver und für sie war Mobbing und Schlägereien in der Schule Alltag. Doch am Mittwoch nahm sie sich schließlich ihr Leben. Auf Twitter, Facebook und Co. ist nur noch "#RIPAmanda" im Umlauf. "
 Quelle: http://www.shortnews.de/id/989278/Amanda-Todd-Teenager-wird-zu-Tode-gemobbt

Vielleicht liegt es daran, dass "Mobbing an Schulen und im Alltag" das Thema meiner Facharbeit ist, oder daran, dass es grausam ist, was mit diesem Mädchen gemacht wurde, aber die Geschichte dieses Mädchens rührt mich zu Tränen.
Ich weiß nicht, wie grausam Menschen sein können, wie Menschen DAS mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Ich versteh nicht, wie man einen Menschen so weit treiben kann, dass er keinen anderen Ausweg mehr sieht, als den Tod. Wenn ihm der Tod als eine bessere Alternative zu sein scheint, als das Weiterleben. Ich verstehs einfach nicht.
Ich versteh nicht,wie die Menschen, die ihr das Angetan haben, noch ruhig schlafen können, wie sie es schaffen in den Spiegel zu sehen, wo sie doch einen Menschen zugrunde gerichtet haben.
Ich hoffe, diese Menschen werden Nie wieder glücklich. NIE WIEDER.


Once upon a time there was humanity.

Freitag, 12. Oktober 2012

#4- Weil Herzen lautlos brechen.

"Wenn man ein Glas oder einen Teller fallen lässt, dann entsteht ein lautes, schepperndes Geräusch. Wenn ein Fernster zerbricht, ein Tischbein zersplittert oder ein Bild von der Wand stürzt, kann man es hören. Aber wenn das Herz bricht, geschieht es vollkommen lautlos. Eigentlich würde man denken, weil es so wichtig, so schwerwiegend ist, macht es einen Mordskrach, oder es erklingt vielleicht eine Art zeremonieller Ton, ein symbolischer Gong, eine Glocke. Aber es passiert lautlos, obwohl man sich beinahe wünscht, da wäre ein Laut, der einen von dem Schmerz ablenkt.
Wenn es ein Geräusch gibt, dann in deinem Innern. Ein Schrei, den niemand hören kann außer dir selbst, so laut, dass dir die Ohren klingen und der Kopf wehtut. Er zappelt in der Brust herum wie ein gefangener Hai, er brüllt wie eine Bärin, der man ihr Junges weggenommen hat. So sieht er aus und so klingt er - wie ein riesenhaftes Tier, das brüllend um sich schlägt, sich panisch aus der Falle zu befreien sucht, gefangen in seinen eigenen Gefühlen. Aber das ist es ja mit der Liebe, niemand ist vor ihr gefeit. Sie ist wild, roh, wie eine offene, dem Salzwasser ausgesetzte Fleischwunde, und wenn diese Wunde wirklich aufbricht, dann geschieht es lautlos. Du schreist nur im Innern, und keiner kann dich hören."
Cecilia Ahern: " Zwischen Himmel und Liebe."


Eigentlich hab ich nie geglaubt, dass Herzen überhaupt brechen können.
Mittlerweile weiß ich, dass es anders ist.
Aber es fühlt sich nicht an, wie brechen. Es fühlt sich an, als ob jede Faser deines Herzen bis zum Maximum überdehnt wird, bevor Sie einzeln reißen. Als ob dein Herz, deine Seele und alles, was irgendwie positive Gefühle enthielt in Sekundenbruchteilen in tausende und abertausende Teile zersplittert. Als ob sich im nachhinein die Splitter tief in dich hineinbohren und dabei die Erinnernungen, die man so sehr versucht zu verdrängen, fest in dir drin verankern.
All diese Splitter machen dich zu dem, was wir sind.
Und jedes mal, wenn etwas schlechtes passiert, jedes Mal, wenn Menschen dich verletzen, wenn Menschen dich verlassen oder dir grausame Dinge antun, stirbt etwas in dir drin ein bisschen mehr.
Und trotzdem fragen sich alle, warum die Menschen immer kaputter werden, warum es immer mehr depressive Menschen gibt, warum die Jugend immer mehr Drogen und Alkohol konsumiert und warum das Alles so unglaublich vor die Hunde geht.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

#3- The world is full of kings and queens who blind you eyes and steal your dreams.







Kleine Bilderflut. Ablenkung halt. 

Der ganze scheiß macht mich irgendwann noch kaputt.

#2 - I'm talking to myself at night, because I can't forget

All die Worte, die man nie über die Lippen gebracht hat, als man es noch konnte sind nun all die Worte, die man betreut nicht ausgesprochen zu haben.

Das Problem, wenn man nicht einschlafen kann ist, dass man zu viel Zeit zum Nachdenken hat. Nachdenken, über die Dinge, die man noch sagen wollte. Nachdenken, darüber, dass es nie wieder so sein wird, wie's mal war. Ich bereue es, dir nie gesagt zu haben, dass ich dich lieb hab. Dass ich mich immer aufgeregt hab, wenn wir auf Familienfeiern mussten. Dass ich immer zu anderen gesagt hab, dass ich euch, dich und Oma, nicht mag. Aber so ist es nicht. Ihr wart nicht immer die Großeltern, die man sich wünscht, das gebe ich zu. Aber trotzdem fehlst du mir jetzt jede beschissene Minute, die du weg bist.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

#1- Auch ein Kämpferherz hört irgendwann auf zu Schlagen

Immer wieder fliegen mir die selben Gedanken durch den Kopf. Wörter. Wortfetzen. " Reanimation. Nierenversagen. Herzstillstand. Atemstillstand. Intensivstation. Gehirnschäden. Abschied. "ich hab dich lieb." Es tut mir leid. Geräte Abschalten. Weinen. Schmerz. Leere...Tod."

Immer wieder spielen sich die Szenen in meinem Kopf ab.
" Wollen sie das wirklich sehen?" - " Sie will sich verabschieden. Das ist ihre Entscheidung und sie packt das." Meine Mutter antwortet für mich, warum auch immer. Ich folge der Krankenschwester durch die vielen Gänge der Intensivstation. Rechts, Links, wieder recht, nocheinmal rechts.
Nun stehe ich vor dem Bett meines Opas. Um ihn herum stehen Maschinen, überall. Maschinen, die für ihn arbeiten. Maschinen, die ihn am Leben halten. Als ich über seinen Arm streichle, ist er ganz warm. An der Herz-Lungen-Maschine sieht man, wie sein Herzschlag schneller ist. Vielleicht hört er mich ja doch?
Ich fange an zu weinen, tropfe sein Bett voll, seinen Arm. Schaue meiner Mutter ins Gesicht. Ich hab sie noch nie so weinen gesehen. Ich drehe mich zu meinem Opa, schluchze ein " Ich hab dich lieb" und nehme meine Mutter in den Arm. Abschied nehmen. Ein letztes Mal streichle ich meinem Opa über die Hand, dann verlasse ich den Raum.
Dann verblasst die Szene.


Ich erinnere mich noch genau an das Gespräch. Es ist, als ob ich daneben stünde. Es ist, als ob sich alles in Zeitlupe abspielt, und ich muss immer wieder das selbe durchleben.
Ich sehe, wie der Arzt zu sprechen beginnt. " Ich habe vorhin mit ihrer Tochter drüber geredet und ich sage es auch ihnen noch einmal. Dadurch, dass das Gehirn ihres Mannes fast eine Halbe Stunde lang nicht durchblutet worden ist, und durch die Reanimierung, ist das Gehirn ihres Mannes erheblich beschädigt worden. Unter diesen Umständen ist es ihrem Mann nicht mehr möglich, weiterzuleben. Wir brauchen ihr Einverständnis, wir machen nichts, was sie nicht wollen. Ihre Tochter sagte mir schon, dass sie nicht die Mörderin ihres Mannes sein wollen, aber das sind sie nicht ! Das ist ein Ärztlicher Rat. Viele unserer Fachkräfte haben sich zusammengesetzt und sind die Befunde durchgegangen. Der Zustand ihres Mannes wird immer instabiler. Wir brauchen ihr Okay, dann stellen wir die Geräte ab. " Er schaut meine Oma erwartungsvoll an. Was erwartet er? "ok." Ich sehe, wie in ihr innerlich alles zusammenfällt. Trotzdem bleibt sie stark. Vor mir weint sie nicht. Und auch ich vor ihr nicht, das habe ich mir vorgenommen.
"Sie können dabei sein wenn sie wollen. Manche Patienten wollen aber auch, dass wir sie einfach anrufen. Ich möchte ihnen Dazu sagen, dass er nichts spüren wird. Wir werden ihm starke Schmerzmittel geben, auch wenn es durch die Unterfunktion des Gehirns sehr Unwahrscheinlich ist, dass er Schmerz spüren wird. Aber für den Fall, das da doch noch was ist, geben wir Schmerzmittel. Wir werden warten, bis sein Atem ganz ruhig ist. Dann werden wir die Schläuche entfernen. "
Meine Tante, meine Oma und meine Mutter sind sich einig, dass sie dabei sein wollen. Ich will mir das jedoch nicht antun. Ich will ihn nicht sterben gehen.
Als die drei den Raum verlassen  schließe ich die Tür, sinke zusammen und weine.
Dann verblasst die Szene.




* 13.05.1944            † 10. 10. 2012                                 - Du fehlst mir, Opa. So sehr.